Kategorie:Gallicarose
Gallicarosen zählen zu den ältesten Gartenrosen. Sie sind bereits seit der Antike bekannt. Ende des 17. Jahrhunderts wurden in Holland bereits die ersten gezielten Züchtungsversuche unternommen.
Als Heilpflanze wurde Rosa gallica 'Officinalis', die Apothekerrose, im Mittelalter angepflanzt.
‘Rosa gallica’ ist die Stammutter vieler roter Gartenrosen und zählt damit zu den wichtigsten Alten Rosen. Da sie immer wieder für Einkreuzungen benutzt wurde, ist sie bei vielen alten Gartensorten beteiligt. Ihren Abkömmlingen hat sie neben anderen guten Eigenschaften den hervorragenden Duft und ihr gesundes Wachstum vererbt.
Gallicarosen bilden robuste, bis zu 1,50 m hohe Sträucher, die gerne Ausläufer treiben. Die Zweige sind dicht mit charakteristischen drüsigen Stachelborsten und wenigen ungleichen Stacheln besetzt. Die Blätter sind derb, eiförmig mit etwas abgerundeter Spitze und doppelt fein gezähnt, gelblich dunkelgrün mit drüsig behaarter Unterseite. Die runden Knospen haben einen gefiederten Blütenkelch, der nach dem Verblühen abfällt. Die Blüten der Stammutter sind wildrosenähnlich mit klarer rosaroter Farbe, die zur Blütenmitte hin etwas verblaßt. Die Blüte ist einfach und zeigt deutlich sichtbare gelbe Staubgefäße.
Die Blüten erscheinen einzeln oder zu 2–3 an kurzen aufrechten Stielen oberhalb des Laubes. Die Hagebutten sind kugelig, oft mit feinen drüsigen Härchen besetzt. Der Duft von 'Rosa gallica' ist im Gegensatz zu den meisten dichtgefüllten Kulturformen eher schwach.
Die Farben der Gallicarosen reichen von Blaß-Rosa bis zu Dunkel-Purpurrot und es gibt auch eine rosa-weiß gestreifte Art.
Alle Gallicarosen sind winterhart, sehr gesund und und völlig anspruchslos bezüglich des Bodens.
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