Alba Maxima
Alba, unbekannt, Europa vor 1500
Eine sehr alte Albarose. Bereits im 16. Jahrhundert wird eine gefüllte, weisse Rose beschrieben. Heute findet man unter Alba Maxima zwei verschiedene Rosen, eine mehr cremefarbene mit gelblicher Mitte und eine reinweisse, die anfangs in der Mitte rosa überhaucht ist. Frau Schade bezeichnet sie in ihrem Albarosen-Projekt als 'Maxima mit Engelsblut'. François Joyaux kennt nur die gelbliche Form und hält sie für eine Mutation von Alba Semiplena. In 'Cultur Benennung und Beschreibung der ROSEN, C. Nickels, Pressburg 1838' 4. u. 5. Heft S. 20, heisst es: "Alba Maxima multiplex alias alba grandiflora intus carnea. Schön, wohlriechend. Blkre. Weiss, nur beim Aufblühen etwas fleischfarb in der Mitte, das sich gleich verliert, bei 2 1/2 Z. br. halbgef.". Es stört allerdings das "halbgef." am Ende. Welche Rose hatte Nickels vor sich? Oder sagt er halbgefüllt, weil er die Staubgefässe sah? Wie bei so vielen sehr alten Rosen, wird dies immer ein Geheimnis bleiben - und das ist gut so!
Meine Maxima ist eine Fundrose vom Lauterbacher Friedhof, sie ist im Erblühen rosa überhaucht.
Rolf Sievers, der Alba-Züchter unserer Tage meint, dass die rosa überhauchten, gefüllten Albas keine Maximas sind, sondern vermutlich Abkömmlinge von Alba 'Incarnata'. Zartrosa Albas, die mit gelblichem Schimmer aufblühen und dann in weiß übergehen, sind eventuell Naturkreuzungen von Maxima mit Great Maiden’s Blush und wurden früher als Unterlagen verwendet.
Wuchs
B 1,2 m, H 1,5 m.
Blüten und Früchte
Diese gut gefüllte Alba blüht ganz zartrosa-weiß und erst die älteren Blüten werden reinweiß. Durch die Blütenblätter hindurch kann man grüne Staubgefäße erkennen. Duftend. Hagebutten. Einmalblühend.
Duftbeschreibungen individuell
Hier werden verschiedene Duftempfindungen in Abhängigkeit von der Klimazone und der Bodenbeschaffenheit aufgelistet.
Eine Beschreibung der Klimazonen findet man bei Garten-Pur und bei Wikipedia.
Die Duftintensität wird auf einer Skala zwischen 0 und 4 angegeben. (Legende)
Literatur
- C. Nickels, Cultur Benennung und Beschreibung der ROSEN, Pressburg 1838, 4. u. 5. Heft S. 20
- François Joyaux, Enzyklopädie der Alten Rosen, Ulmer, ISBN 978-3-8001-5333-6, S. 33